Gesehen werden

Tief in uns sehnen wir uns danach gesehen, erkannt und akzeptiert zu werden. Aber wie fühlt es sich an gesehen und erkannt zu werden?

Wir alle sehnen uns danach gesehen zu werden. Angenommen, Akzeptiert zu werden für das, die Person, die wir sind.

Paradoxerweise denken wir oft über uns selbst, dass wir so, wie wir sind nicht interessant genug, relevant genug, stark genug, hübsch genug, klug genug, gut genug sind. 

Und somit lernen wir sehr früh Masken und Rüstungen anzuziehen, die uns vermeintlich helfen sollen wahrgenommen und angenommen zu werden.

Wir kreieren im Laufe unseres Lebens eine Identität, die aus unserem Kern und Schichten aus Masken und Rüstungen besteht.

Und dennoch sehnen wir uns – tief in uns – gesehen, erkannt und akzeptiert zu werden – ohne Masken. Einfach wir. 

Wir sehnen uns nach dem Gefühl der bedingungslosen Akzeptanz, des wohlwollenden Mitgefühls, der Liebe.

Aber wie fühlt es sich an wahrhaftig gesehen zu werden? Wie erkennen wir, wenn wir tatsächlich erkannt und gesehen werden für das, was wir sind? Wie fühlt sich das an?

Ist es tatsächlich eine Erfahrung von bedingungsloser Akzeptanz und Liebe?

Ist es ein unbekanntes Gefühl und deshalb ungemütlich, ungewohnt? 

Ein Gefühl der Naktheit, ein Gefühl von ertappt werden? Ein Gefühl der Verletzlichkeit?

Ich befinde mich bewusst auf dem Weg zurück zu meiner Essenz. Ich ziehe immer mehr Masken aus. Ich zeige mich. Und ich erlebe beides. 

Ich erlebe die Momente, in denen ich mich gesehen und erkannt fühle, akzeptiert und geliebt. Das fühlt sich wunderbar an.

Aber ich erlebe auch die Momente, in denen ich einfach bin und gesehen werde aber nicht verstanden. Diese Momente fühlen sich herausfordernd, irritierend, ungemütlich, manchmal sogar entmutigend an. Sie nagen an mir. 

Und ich erkenne, dass es Training bedarf mit diesen umzugehen. 

Gesehen werden für das, was wir sind fühlt sich nicht immer liebevoll (von Außen) an. Es führt nicht immer zur ersehnten Akzeptanz (von Außen). Aber es führt immer zur Erkenntnis. Es führt zur inneren Stärke. 

Es lohnt sich diesen Weg zu gehen. Es führt zur inneren Akzeptanz von der Person, die wir sind. Uns selbst zu erkennen und zu lieben, so wie wir sind. Unmaskiert. 

Es führt dich zu deiner inneren Wahrheit. Die vielleicht nicht für jeden ist. Und das ist ok so.

Deine Veronica.

 

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